UMTS-Datenverbindung: Konfiguration bei drei

Das UMTS-Netz von drei bietet Paket-Datendiesnte mit einer Geschwindigkeit von bis zu 384kbit/s. Leider ist die Beschreibung nur umständlich zu finden, wie man einen solchen Dienst auch nutzen kann. Die Gerätebeschreibung des NEC e606 ist leider nur als PDF-Datei beigelegt und nicht gerade sehr verständlich verfasst. Auf der Website www.drei.at (FAQs) wird zwar darauf aufmerksam gemacht, dass ein beliebiger Internetdienstanbieter (Rufnummer und Zugangsdaten) verwendet werden kann. Das ist jedoch nicht empfehlenswert und auch nicht das Wesen von UMTS. Empfehlenswert deswegen nicht, da bei herkömmlichen Einwahlverfahren über das Handy als Modem nur leitungsorientierte Dienste möglich sind und dafür in der ersten Softwarerelease des Core Networks nur 64kbit/s zur Verfügung stehen. Diese Datenrate wird z.B. für die Videotelefonie von drei genutzt.

Selbstverständlich lassen sich bei drei aber auch PS-Datendienste konfigurieren, die über das PS-Core Network durchgeführt werden - also SGSN und GGSN. Der GGSN übernimmt die Anbindung des WWW-Internets an das UMTS-Netz von drei. Die Konfiguration ist sogar sehr einfach - wenn man die passenden Informationen und Parameter erst einmal weiß. Was der Anwender machen muss, um einen solchen PS-Datendienst mit bis zu 384kbit/s nutzen zu können, wird hier in 3 Schritten (nomen est omen)  nun gezeigt - Laptop verbunden mit NEC e606 per USB-Kabel.

Schritt 1: Installation der Treibersoftware am Laptop

Dazu wird das NEC e606 mit dem beigepackten Kabel an einer beliebigen USB-Buchse des Laptops angeschlossen. Der Laptop erkennt kurz nach der Verbindung des Handys mit dem Laptop, dass eine neue Hardware im Gerät vorhanden ist und öffnet (zumindest bei Windows) den Geräteassistenten:

Abbildung 1: Aufforderung des Geräteassistenten

 

Jetzt legt man die CDROM in das CD-Fach des Laptops, die dem Handy beigelegt ist, und klickt die Schaltfläche WEITER. Der Rest der Installation läuft automatisch ab. Es kann vorkommen, dass sich noch ein paar Dialogfenster aufmachen, um genauere Details nachzufragen. Im folgenden Fenster (Abbildung 2) wird die Sprache für den Treiber ausgewählt. In der dunkelblau unterlegten Zeile (Abbildung 2) erkennt man zwischen usb_uninstaller\  und \win2000 ein kleines d für die deutschsprachige Version. Anschließend wird die Schaltfläche Weiter angeklickt und der erste Prozess fertig gestellt.

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Abbildung 2: Sprachauswahl für die USB-Controller-Treibersoftware - das kleine d nach usb_uninstaller\  steht für deutsch

 

Die Software hat jedoch ihre Eigenheiten, sodass das Betriebssystem (zumindest war das so bei Windows XP) noch 4 bis 5 Mal in der Taskleiste mit einer "Sprechblase" anzeigt, dass neue Software gefunden wurde. Um diese weiteren Treiber nachzuinstallieren, klickt man auf die "Sprechblase" (ohne auf das Kreuz der Sprechblase zu klicken) und das Betriebssystem installiert automatisch den entsprechenden Treiber. Dieses Prozedere wiederholt sich wie gesagt ein paar Mal - umständlich aber es funktioniert schließlich doch.

Nach der ersten Fertigstellung wird noch das Modem eingerichtet - das geschieht wieder automatisch durch die Hardware-Erkennung von Windows XP. Auch hier wird man wieder danach aufgefordert, aus einer Liste den Treiber mit der richtigen Sprache auszuwählen: Es gilt analog zu vorhin: d für deutsch und Bestätigung mit einem Mausklick auf Weiter.

 

Abbildung 3: Sprachauswahl für den MODEM-Treiber - wieder den Eintrag mit dem kleinen d nach usb_uninstaller wählen

 

Auch bei der Modeminstallation wird wieder nachgefragt, ob man ihn wirklich installieren will - Man will! Der Prozess wird mit der Schaltfläche "Fertig Stellen" abgeschlossen.

Die Software hat jedoch ihre Eigenheiten, sodass das Betriebssystem (zumindest war das so bei Windows XP) noch 4 bis 5 Mal in der Taskleiste mit einer "Sprechblase" anzeigt, dass neue Software gefunden wurde. Um diese weiteren Treiber nachzuinstallieren, klickt man auf die "Sprechblase" (ohne auf das Kreuz der Sprechblase zu klicken) und das Betriebssystem installiert automatisch den entsprechenden Treiber. Dieses Prozedere wiederholt sich wie gesagt ein paar Mal - umständlich aber es funktioniert schließlich doch.

Somit wird als nächstes der OBEX Port installiert. Auch hier muss die Sprache wieder aus einer Liste selektiert werden und wie bei den Schritten zuvor bestätigt werden.

 

Abbildung 4: Sprachauswahl für den OBEX Port-Treiber - wieder den Eintrag mit dem kleinen d nach usb_uninstaller wählen

Damit das Installieren auch so wirklich für den USB-Command-Treiber nochmals durchgeführt werden - wieder mit einer Sprachwahl. pass macht, darf dieses Procedere

 

Mit dem Abschluss dieser Installation verfügt das Betriebssystem über ein neues Modem, das im nächsten Schritt für die Internetverbindung verfügbar gemacht werden muss. Unter "Start --> Systemsteuerung --> Telefon- und Modemoptionen"  (oben die Registerkarte Modems wählen) sollte das neue Modem nun aufgelistet sein. Mit einem Doppelklick auf das UMTS-Modem (NEC 606 USB Modem) wird im daraufhin sich öffnenden Fenster überprüft, ob der Datenspeed der USB-Verbindung den Wert 460800 hat - wenn nicht, so wird dies manuell nachgestellt.

Jetzt wird noch der Internet Explorer (oder anderer Browser) geöffnet und das Menü "Extras --> Internetoptionen" gewählt, und im sich öffnenden Fenster die Registerkarte Verbindungen gewählt. Rechst vom Textfeld DFÜ- und VPN-Einstellungen wird die Schaltfläche Hinzufügen angeklickt. Im nächsten Fenster wird die Option In ein privates Netzwerk einwählen selektiert und die Schaltfläche Weiter angeklickt.

 

Schritt 2: Internetverbindung mit dem neuen UMTS-Modem herstellen.

Als nächstes wird der Browser - hier Windows Internet Explorer (wird zu 85% verwendet) - geöffnet und das Menü "Extras --> Internetoptionen" und dort die Registerkarte "Verbindungen" geöffnet. In diesem Fenster wird der Eintrag "Immer Standardverbindung wählen"  aktiviert und anschließend die Schaltfläche "Hinzufügen" angeklickt. Im sich öffnenden Fenster wird die Option "In ein privates Netzwerk einwählen" gewählt und mit "Weiter" bestätigt.

Jetzt wird man noch aufgefordert die Rufnummer einzugeben. Für Datendienste von drei muss hier die Rufnummer *99# eingegeben werden:

 

Rufnummer *99#

 

Das Fenster wird wieder mit "Weiter" quittiert, sodass sich das nächste Fenster öffnet, in dem ein Name für die Verbindung frei definiert werden kann:  z.B. UMTS-Datenverbindung. Ist dies geschehen wird die Schaltfläche "Fertigstellen" angeklickt. und das nächste Fenster ohne Veränderung und Eintrag mit "OK" bestätigt (außer man will einen eigenen Proxyserver zwecks Anonymität oder anderer Dienste zwischenschalten - dies geschieht analog zu jeder anderen Internetverbindung).

Wichtig:

Keine Benutzerdaten und Kennwörter eintragen - diese Felder müssen leer bleiben!

 

Jetzt müsste im Fenster "Internetoptionen / Register=Verbindungen" die neue Datenverbindung mit der entsprechenden Bezeichnung (hier im Beispiel wurde UMTS-Datenverbindung als Name zuvor gewählt) aufgelistet sein mit dem Vermerk "(Standard)" versehen. Wenn kein Vermerk (Standard) neben der neuen UMTS-Verbindung steht, kann dies dadurch nachgeholt werden, indem die UMTS-Verbindung mit der Maus selektiert wird (dunkelblau unterlegt) und die Schaltfläche Als Standard angeklickt wird.

 

Schritt 3: Datenverbindung im NEC e606 aktivieren

Jetzt muss noch im UMTS-Handy NEC e606 die Datenverbindung über das USB-Kabel aktiviert werden. Dazu wird am Handy die Taste "Menu" gedrückt, worauf sich das Icon-Menü öffnet, in dem jetzt mit den Navigationstasten um ein Bild nach rechts gesprungen (der Menüpunkt heißt: Externe Verbindungen) wird und mit der Navigationsmitteltaste aktiviert wird. Jetzt öffnet sich ein Dialog mit zwei Einträgen:

 

Externe Verbind  
USB [1]
Bluetooth [2]
   
Wählen

Zurück

Abbildung 5: Bildschirm am NEC e606 - Externe Verbindungen

Von diesen 2 möglichen Einträgen wird der Eintrag USB gewählt.

 

Schritt 4: Datenverbindung im Computer starten

Die Verbindung wird nun auf dem Computer gestartet, indem entweder ein Browserfenster geöffnet wird (die Internetverbindung muss auf "Immer Standardverbindung wählen" eingestellt werden über das Menü des Internet Explorers: Extras --> Internetoptionen --> Verbindungen) oder indem das Modem im Fenster Netzwerkverbindungen (DFÜ) direkt gestartet wird (Mauszeiger auf das UMTS-Modem ziehen und mit rechter Maustaste das Kontextmenü aufrufen, wo der Eintrag Verbinden gewählt wird). Die Verbindung mit dem NEC e606 als Datenmodem wird durch folgendes Dialogfeld gestartet, das einfach über die Schaltfläche Wählen bestätigt wird (die Felder Benutzername und Kennwort bleiben frei).

 

Abbildung 6: Dialogfeld für die Herstellung einer Datenverbindung mit dem NEC e606

 

 

UND:   Die UMTS-Datenverbindung steht! Oder wie es drei zu sagen pflegt:  Now You can!

 

Der WOW-Effekt:

Beim so eingerichteten Datentransfer zeigt das NEC e606 auch einmal seine guten Seiten: Die Daten flitzen so schnell aus dem Internet in den Browser, wie man es bislang von Mobilfunknetzen nicht gekannt hat. Selbstverständlich ist das auch ein Verdienst des UMTS-Netzes von drei und des Umstandes, dass es zur Zeit noch nicht allzu viele UMTS-Anwender gibt (Stand Mitte Juni, 2003: 1500 Anwender, wovon 500 Anwender Mitarbeiter von drei sind).

 

Verbindung per Bluetooth

Bei der Verbindung per Bluetooth zwischen Laptop und Handy wird analog verfahren, nur dass bei der Installation die entsprechenden Bluetooth-Treiber auf den Laptop gebracht werden müssen. Allerdings wird der Datendurchsatz nicht in vollem Ausmaß erreicht, da:

 

Das e606 kann per Bluetooth maximal  115kbit/s übertragen, sodass die UMTS-DAtenrate von bis zu 384kbit/s nicht an einen LAptop oder PC weiter gereicht können! Wer den vollen UMTS-Speed nutzen will, muss beim e606 das beigepackte USB-Kabel verwenden!

 

 

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