3. Mobilfunkgeneration - IMT2000

Wichtige Anforderungen an die dritte Mobilfunkgeneration sind also höhere Datenraten, optimale Implementierung paketorientierter Datendienste und die längst überfällige Realisierung eines weltweiten internationalen Standards. Um diese Kriterien zu erfüllen, wurde 1992 von der ITU (International Telecommunications Union) der IMT-2000 (International Mobile Telecommunications at 2000MHz) Standard gegründet, für den, wie der Name schon sagt, ein Frequenzbereich um 2000MHz international ins Auge gefasst wurde. Um allen Nationen wirtschaftlich entgegenzukommen, gliederte man in IMT-2000 mehrere Einzelstandards ein. Das ermöglicht diversen Netzbetreibern, dass diese ihre zum Teil bereits bestehende Netzstrukturen aus der zweiten Mobilfunkgeneration in die zukünftigen 3G-Netze implementieren können. So kann z.B. für UMTS im wesentlichen das Core Network der GSM/GPRS-Netze durch Updates weiterverwendet werden, zumindest in der ersten Release von UMTS (erste Netzimplementierung). Oder in Amerika kann das bestehende IS-95 2G-Mobilfunknetz in die Architektur des 3G Standards CDMA2000 integriert werden, da beide Netze im Funknetzteil bereits CDMA-Multiplexverfahren (CDMA – Code Division Multiple Access) verwenden.

Im Wesentlichen besteht IMT-2000 aus vier Systemen und zwei Kerntechnologien. Die Systeme sind UMTS (UTRA-FDD und UTRA-TDD), CDMA2000, DECT und UWC-136 (EDGE), die Technologien beziehen sich auf das Multiplexverfahren, zu denen TDMA und CDMA gehören, also Zeit- und Codemultiplexverfahren. CDMA ermöglicht allerdings gegenüber TDMA-Systemen eine deutlich dynamischere Funkkanalübertragung. Folgende Abbildung gibt einen Überblick über die dritte Mobilfunkgeneration IMT-2000, wobei die grünen rechten Felder die Netztechnologie darstellt:

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Abbildung 1: Teilstandards der 3. Generation (Klick in Standards --> mehr Info)

 

Man sieht, dass für IMT-2000 mehrere Standards definiert sind. Ein IMT-2000 zertifiziertes User Equipment (Beizeichnung für das UMTS-Handy) muss all diese Standards beherrschen. Das wird allerdings für die erste UMTS-Handygeneration sicher nicht der Fall sein - es gilt: Abwarten und Tee drinken! Man muss schon froh sein, wenn es im Jahr 2003 UMTS-Handys geben wird, die sowohl UMTS- als auch GSM/GPRS-Dienste durchführen können. Und das wird wiederum sehr wichtig sein, da die UMTS-Netze erst in ein paar Jahren wirklich flächendeckend die Mobilteilnehmer versorgen wird können. Zu Beginn kann man flächendeckende Versorgung nur mit Hilfe der GSM-Netze erreichen. Verlässt ein UMTS-Teilnehmer den UMTS-Versorgungsbereich, so wird ein für den Teilnehmer unmerkbarer Handover zum GSM/GPRS-Netz während des Dienstes durchgeführt, sodass der Dienst ohne Unterbrechung weitergeführt werden kann.

Für UMTS, also den europäischen, afrikanischen, australischen und teilweise asiatischen Raum, sind die zwei Technologien UTRA-FDD (UMTS Terrestrial Radio Access – Frequency Division Duplex) und UTRA-TDD (UMTS Terrestrial Radio Access – Time Division Duplex) relevant. Was genau hinter diesen Verfahren steckt, wird in an anderer Stelle gezeigt. Der Begriff „Terrestrial“ bezieht sich dabei auf die irdischen Bodenstationen, da bei IMT-2000 prinzipiell auch an Satellitenanbindung gedacht wurde und dafür auch eigene Frequenzbereiche reserviert wurden.

Satelliten-Dienste

Die Normen für die Satellitenkommunikation sind noch nicht entschieden, mehrere Verfahren stehen zur Diskussion:

 

 

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